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Jin, Jiyan, Azadî- Frau, Leben, Freiheit (aus dem Kurdischen)

Am 25. November ist der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen* und Mädchen*. Dieser Tag wurde in Gedenken an die Mirabal Schwestern ausgewählt; drei politische Aktivistinnen aus der Dominikanischen Republik, die vom militärischen Geheimdienst monatelang gefoltert und am 25. November 1960 brutal ermordet wurden.

1981 wurde dieser Tag, in Gedenken an die Mirabal-Schwestern, in Kolumbien zum Gedenktag ausgerufen. Seitdem haben immer mehr Länder mit Demonstrationen und Aktionen daran teilgenommen. Im Februar 2000 wurde der 25. November, seitens der Vereinten Nationen, offiziell zum „Internationalen Tag für die Beseitigung von Gewalt gegen Frauen* und Mädchen*“ ernannt und somit sind Regierungen, Organisationen, Non-Profit-Organisationen und Akteur*innen dazu aufgerufen, auf das Thema aufmerksam zu machen und sich entschieden dagegenzustellen.

Gewalt gegen Frauen* und Mädchen* ist weltweit eine der größten Menschenrechtsverletzung. Aktuell kann das im Iran besonders stark beobachtet werden. Seit dem 16. September 2022, dem Todestag von Jina Mahsa Amini, gehen im Iran Tag für Tag Tausende auf die Straße. Die 22-jährige Kurdin war von der iranischen Sittenpolizei festgenommen worden, weil sie ihr Kopftuch nicht regelgerecht getragen habe. Kurz nach ihrer Festnahme wurde sie ins Krankenhaus gebracht wo sie dem Hirntod erlag. Das Regime behauptet, sie sei während der Haft ins Koma gefallen und im Krankenhaus gestorben doch Zeugen berichteten, dass sie auch schon auf dem Revier misshandelt wurde.

Seit diesem Tag tobt es im Iran. Es sind vor allem Frauen, die sich dem Regime entgegenstellen, ihre Kopftücher auf offener Straße verbrennen und sich für ein freies und selbstbestimmtest Leben einsetzen. Die Gewalt gegen Frauen ist im Iran in der Rechtsprechung festgelegt und legitimiert somit Folter, Gewalt und Todesurteile. Letztere wurden seit dem 16. September schon mehrfach gegen Demonstrant*innen verhängt.

Als Zeichen der Solidarität mit den Frauen* und Mädchen* im Iran zeigt dieser Artikel nebenstehend das Bild des türkischen Karikaturisten Oguz Demir. Der Künstler kehrt in seinem Bild die Frauenverachtung der Mullahs um: Eine starke Frau kämmt sich die schwachen, sich an ihre Haarpracht klammernden Männer aus ihren Haaren.

Im Kampf gegen Gewalt an Frauen* und Mädchen* weltweit aber auch in Deutschland ruft die AWO Freiwilligenakademie OWL gemeinsam mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Bielefeld und Akteure*innen der Bielefelder Frauen und Mädchenprojekte zu einem gemeinsamen Umzug auf. Unter dem Motto „Reclaim the Night - Frauen* und Mädchen* erobern die Nacht zurück! startet der Umzug am Freitag, den 25.11.2022 um 18 Uhr vor dem Alten Rathaus und endet, mit einem Zwischenstopp am Kesselbrink, am Boulevard.

Kommt vorbei, seid laut und bunt und setzt ein Zeichen gegen sexuelle Belästigung und (sexualisierter) Gewalt an Frauen* und Mädchen*.

"Sprache verbindet. Sprache stärkt. Sprache bildet. Sprache begeistert. Sprache macht einfach Spaß! Vorlesen kann helfen, diesen Spaß zu wecken. Das finde ich richtig gut."

Pit Clausen
Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld, Schirmherr und begeisterter Vorleser