Spaziergang auf dem Pfad der Menschenrechte zum Tag der Demokratie
Anlässlich des Tages der Demokratie haben Haupt- und Ehrenamtliche der AWO zu einem gemeinsamen Spaziergang auf dem Pfad der Menschenrechte eingeladen. Bei bestem Wetter machten sich die Teilnehmenden auf den Weg durch die Mindener Innenstadt, um mehr über die Entstehung des Pfades, die dort dargestellten Menschenrechte und deren Bedeutung für unsere Gesellschaft zu erfahren.
Begleitet wurde die Gruppe von dem Ehepaar Ziebeker, das den Pfad der Menschenrechte ins Leben gerufen hat und das Projekt bis heute mit großem Engagement begleitet. Während der rund sieben Kilometer langen Tour erhielten die Teilnehmenden spannende Einblicke in die Entwicklung des Pfades und die vielen Ideen, die hinter den einzelnen Kunstwerken stehen.
Besonders beeindruckend war die Entstehungsgeschichte des Projekts. Durch unterschiedlichste Fördermittel, Unterstützerinnen und Unterstützer sowie zahlreiche Spenden konnte der Pfad Schritt für Schritt wachsen. Immer wieder seien Menschen auf die Initiatoren zugekommen, berichtete das Ehepaar, um den Pfad zu besuchen, eigene Veranstaltungen an den Stelen durchzuführen oder das Projekt finanziell zu unterstützen. So wurde beispielsweise eine Stele von der ehemaligen Antisemitismusbeauftragten des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.
Heute umfasst der Pfad insgesamt 15 Stelen, auf denen jeweils zwei Menschenrechte dargestellt werden. Damit werden entlang des Weges die insgesamt 30 Menschenrechte sichtbar und erfahrbar gemacht. Wer alle Stelen besuchen möchte, muss allerdings einiges an Ausdauer mitbringen: Die gesamte Strecke umfasst rund 42 Kilometer. Mit einem Augenzwinkern bemerkte Herr Ziebeker, dass man daraus eigentlich einen Marathon machen könnte. Bislang habe sich allerdings noch niemand gefunden, der eine solche Veranstaltung organisieren und ausstatten möchte.
Neben den interessanten Informationen über die Entstehung und die Finanzierung des Projekts lebte die Veranstaltung vor allem vom Austausch der Teilnehmenden. Die einzelnen Stationen boten zahlreiche Gesprächsanlässe zu Demokratie, Menschenwürde, Vielfalt und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Dabei wurde deutlich, wie eng die Werte der AWO mit den Menschenrechten verbunden sind. Viele Teilnehmende zeigten sich beeindruckt von den kreativen und oft sehr persönlichen Ideen hinter den jeweiligen Stelen und den Geschichten, die sie erzählen.
Die Veranstaltung hat deutlich gemacht, wie wichtig Orte des Austauschs und der politischen Bildung sind. Für viele Teilnehmende stand am Ende fest: Diese Tour ruft nach einer Wiederholung. Ein herzlicher Dank gilt dem Ehepaar Ziebeker für die engagierte Führung sowie allen Teilnehmenden für die lebendigen Gespräche und das große Interesse an Demokratie und Menschenrechten.



